Kaltfolie hat

ihre eigenen Regeln:

Die wichtigsten Tipps für
eine rundum gelungene Gestaltung.

 

Kaltfolie von Anfang an einplanen

Die Wirkung der Kaltfolie sollte von Anfang an in die Gestaltung eingeplant werden. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass der Effekt unmotiviert oder aufgesetzt wird.

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Überdrucken von Kaltfolie

Da zuerst die Kaltfolie auf das Papier gebracht wird, können alle denkbaren Metallfarbtöne im Überdruck durch die Offsetfarben erzielt werden. Dabei muss aber beachtet werden, dass die Kaltfolie je nach Lichteinfall die Helligkeitswerte um etwa 40 % mindert. Durch ihre Reflektionseigenschaften reduziert sie ebenfalls den maximalen Tiefenwert. Schwarze Bildbereiche sollten daher von der Kaltfolie ausgespart bleiben.

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Motiveignung

Die nahe liegende Wahl für den Einsatz der Kaltfolie erzeugt oft eine eher ernüchternde Wirkung. Wenn beispielsweise der Sportwagen in einer futuristischen Architekturlandschaft mit Kaltfolie veredelt wird, verursacht das Betrachtungslicht aufgrund der Reflektionseigenschaften der Metallisierung eine visuelle Irritation, die eher vom Produkt ablenkt. In diesem Beispiel wirkt es besser, wenn man die Kaltfolie für die Landschaft einsetzt, weil das Produkt dadurch ruhiger wird. Außerdem muss man sich im Klaren sein, dass in der Regel das Kontrastverhältnis in den metallisierten Bereichen abnimmt. In metallisierten Bildbereichen sollten Kontrast und Farbsättigung erhöht – und der „Grauwert“ der Metallisierung mit etwa 40 % berücksichtigt werden. Spitzlichter sollten ausgespart werden.

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Feine Linien und Strukturen

Dünne Linien, kleinteilige Strukturen, Schraffuren und Punktierungen lassen sich hervorragend mit Kaltfolie abbilden, da diese sich sehr fein ablöst. Jedoch sollte die Linienstärke nicht weniger als 0,5 pt betragen.

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Druckraster

Sogar Druckraster funktionieren ausgezeichnet! Allzu feine Rasterweiten sollte man jedoch meiden und nicht kleiner als 24 L/cm (60 Ipi) wählen, damit sie noch sauber stehen. Auch allzu feine Verläufe sollte man vermeiden, da sie erfahrungsgemäß zu Kanten und Brüchen im Raster neigen.

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Feine Schriften

Selbst kleine Schriftgrade bis hinunter zu etwa 5 pt lassen sich noch gut mit Kaltfolie realisieren.

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Wirtschaftlicher Einsatz

Kaltfolie läuft mit gleicher Geschwindigkeit und gleicher Laufmeterlänge durch die Druckmaschine wie das Papier. Deshalb ist der Einsatz von Kaltfolie umso wirtschaftlicher, wenn großflächig metallisiert wird. Anders könnte man sagen: Die Kosten der Kaltfolienveredelung sind unabhängig von der tatsächlich metallisierten Fläche. Wenn nur ein sehr kleiner Bereich wie beispielsweise eine Linie metallisiert werden soll, ist unter Umständen eine andere Veredelungstechnik wirtschaftlicher.

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Papierqualität

Der Glanzgrad der Metallisierung ist exakt von der Papieroberfläche abhängig: Bei hochglänzendem Papier wird auch die Metallisierung spiegeln – matt gestrichenes Papier verursacht unruhige und poröse Oberflächen. Ungeeignet sind Natur- und Strukturpapiere. Strebt man bei glänzender Metallisierung eine matte Papieroberfläche an, kann man das hochglänzende Papier partiell mit mattem Drucklack versehen.

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Präsentation

Die größte Herausforderung bei der Gestaltung mit Kaltfolie ist eine relative Unsicherheit in Bezug auf das Druckergebnis. Eine großartige Lösung bietet das Visualisierungstool Visualizer von ESKO Software: Kaltfolieneffekte können einfach simuliert werden, indem der Volltonkanal von PDF-Dateien mit Kaltfolie belegt – und die Wirkung interaktiv in einer Vorschau betrachtet wird. Die Ausgabe erfolgt als QuickTime VR, Einzelbilder, FLV oder in vielen weiteren Formaten.

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